Geschichte des Hauses
Erst Nachrichten, dann Wildhüter.....
Der Name für dieses Restaurant wurde von der Geschichte geprägt.1832 begann man zu bauen und 1834 wurde das Gebäude als Sichttelegraphenstation fertig gestellt. Es war die Station 53 der optischen Telegraphenlinie Berlin-Koblenz. Insgesamt gab es 61 Stationen auf dieser Strecke. Die Streckenführung begann von der Alten Sternwarte Berlin, und dann im Groben über Potsdam, Magdeburg, Halberstadt, Höxter, Köln bis nach Koblenz. Hier in unserer Nähe befanden sich außerdem Stationen in Flittard, St.Panteleon in Köln, Oberzündorf, Söven, Sauerwiesenheide und Maurother Berg bei Neustadt-Wied. Die Spicher Station lag auf der Oberterrasse der Wahner Heide in einer Höhe von 132 Metern.
Die wichtigsten Bestandteile dieses optischen Telegraphen waren ein Mastbaum der die Plattform des Turmes um 10 m überragte, daran waren sechs Flügel befestigt, mit denen 4096 Zeichen dargestellt werden konnten. Natürlich waren die Flügel so bemessen, dass man sie von den Stationen in Zündorf und Söven mit dem Fernrohr noch sehen konnte. Es wurden ausschließlich chiffrierte Staatstelegramme zwischen Berlin und Koblenz gesandt, und oft konnten Zeichen, wegen Einbruch der Dunkelheit oder Nebel erst am nächsten Morgen weiter geleitet werden.
1849 wurde die elektrische Telegraphenlinie von Berlin nach Koblenz gebaut, und die optische wurde nach und nach abgebaut bzw. 1851 eingestellt. Der Turm wurde wieder abgetragen und die Förster erhielten den Einzug in dieses Gebäude. Es dauerte eine Zeit, aber ab 1894 begann einer damit, in den früheren Wirtschaftsräumen Wanderer zu bewirten um damit sein Salair aufzubessern. Die Weltkriege wurden unbeschadet überstanden, obwohl es einige Bombenkrater in näheren Umgebung gibt.

